62 % der deutschen Gebäude wurden vor 1979 gebaut – und damit ohne energetische Standards. Diese Altbauten sind das entscheidende Spielfeld der Wärmewende.
Wir entwickeln ganzheitliche Wärmepumpenlösungen, speziell für den Bestand – egal ob Altbau, Industrieimmobilie oder Quartiersentwicklung. In Kombination mit Photovoltaik und Energiespeichern wird daraus ein autarkes und höchst effizientes Gesamtkonzept.

Gesamtleiter Kältetechnik
Wer Wohnungsbestände bewirtschaftet, kennt das Argument: Wärmepumpen funktionieren nur im Neubau. Das stimmt nicht. Das Fraunhofer ISE hat über vier Jahre 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden mit Baujahren von 1826 bis 2001 unter realen Bedingungen gemessen — vom unsanierten Ursprungszustand bis zum vollsanierten Gebäude. Ergebnis: Eine Korrelation zwischen Baujahr der Gebäude und Effizienz der Wärmepumpen konnte nicht festgestellt werden. (Quelle: Fraunhofer ISE, Projekt WP-QS im Bestand)
Was entscheidet stattdessen? Die Vorlauftemperatur — also wie heiß das Wasser sein muss, das durch die Heizkörper fließt. Bleibt sie unter etwa 55 °C, läuft die Wärmepumpe wirtschaftlich. (Quelle: Umweltbundesamt, Climate Change 11/2024) Und: Heizkörper, die in älteren Gebäuden Standard sind, können im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betrieben werden wie Flächenheizungen — sofern sie ausreichend groß dimensioniert sind. (Quelle: energieforschung.de, November 2025)


Eine Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom mehrere kWh Wärme — wie viel, zeigt die Jahresarbeitszahl (JAZ). JAZ 3,0 bedeutet: 1 kWh Strom ergibt 3 kWh Wärme. Eine Gasheizung kommt auf maximal 1,0. Der Unterschied: Die Wärmepumpe nutzt zusätzlich die Wärme aus Luft oder Erdreich.
In den Fraunhofer-Messungen lagen die JAZ-Werte zwischen 2,6 und 5,4 — Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel bei 3,4, Erdreich-Wärmepumpen bei 4,3. Die CO₂-Emissionen lagen 2024 um 64 % niedriger als bei Erdgasheizungen. (Quelle: Fraunhofer ISE, November 2025) Da der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix weiter steigt, verbessert sich die Klimabilanz automatisch — ohne Änderungen an der Anlage.
Knapp 80 % des Wärmepumpen-Absatzes entfallen laut Bundesverband Wärmepumpe auf Bestandsgebäude. (Quelle: BWP, via dein-heizungsbauer.de) Fußbodenheizung ist ideal, aber kein Muss. Viele Altbau-Heizkörper sind großzügig dimensioniert und damit bereits wärmepumpentauglich. Wo einzelne Heizkörper zu klein sind, reicht oft der gezielte Austausch einzelner Räume — nicht des gesamten Systems.
Das Fraunhofer ISE untersuchte, wie PV-Anlagen in den Wärmepumpenbetrieb integriert werden können: Überschüssiger PV-Strom wird genutzt, um die Solltemperatur anzuheben und damit den Eigenverbrauch zu maximieren. (Quelle: Fraunhofer ISE / bussysteme.de) Das ist Standard in unseren Projekten.
Nicht zwingend. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur. Es ist keine Komplettsanierung auf Neubaustandard notwendig — die Vorlauftemperatur der Heizung ist der entscheidende Faktor. (Quelle: Fraunhofer ISE Feldtest, via wegatech.de)
Die JAZ gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. JAZ 3,0 bedeutet: 1 kWh Strom ergibt 3 kWh Wärme. Je höher, desto effizienter und günstiger der Betrieb.
Das hängt von Gebäudegröße, Wärmequelle und Systemintegration ab. Wir erstellen ein konkretes Angebot — unverbindlich.
CALOR ENERGY begleitet Energieprojekte von der ersten Konzeption bis zum laufenden Betrieb. Dazu gehören je nach Projekt Machbarkeitsprüfung, technische Planung, Finanzierung, Installation, Inbetriebnahme, Monitoring, Wartung und Service.